Die Gründung

Die Anregung, nach dem Zweiten Weltkrieg wieder einen Verein für Münzensammler des Rheinlands zu gründen, ist auf die Initiative der

Mitglieder der früher in Düsseldorf bestehenden „Vereinigung niederrheinischer Münzfreunde in Düsseldorf" zurückzuführen, die in den Jahren 1928 bis  1940 Sitzungen im niederrheinischen Raum abhielt. Zu diesen Mitgliedern zählten die bekannten Münzen- und Medaillensammler C. Füngling, Dr. R. Heynen und A. Schillings. Der Vereinigung gehörten Mitglieder aus Köln, Aachen, Krefeld Düsseldorf, Neuss, Duisburg, Essen, Hilden und Mettmann an.  In  einem der Vorgänger des Numismatischen Nachrichtenblattes, den „Mitteilungen für Münzensammler" aus dem Monat  Januar des Jahres 1929 finden wir einen Bericht über die zweite Versammlung der  „Vereinigung niederrheinischer Münzfreunde".  Bis auf eine  Einladung zu einem Museumsbesuch im Jahre 1931 sind alle privaten schriftlichen  Unterlagen über diese Vereinigung und seine Mitglieder durch die Luftangriffe und Wirren im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.  Erhalten ist  diese  Einladung der neu gegründeten Gesellschaft durch eine Postkarte vom 15. April 1931 an den bekannten Düsseldorfer Sammler Dr. Reinhard Heynen,  die weltbekannte Sammlung der Stadt Düsseldorf im Historischen Museum  zu Düsseldorf,  unter Führung des Herrn Museumsverwalters Nölke zu besichtigen .   Die Postkarte ist durch Zufall in den Besitz des Vorsitzenden gelangt, der sie   in einem numismatischen Werk über römische Münzen fand, das er in einem Antiquariat  erwarb.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand die Neugründung eines Münzsammlervereins in Düsseldorf, der wie sein Vorgänger die Münzsammler des Niederrheins erfassen sollte, am 14. September 1956 in der Gaststätte „Uele Nest"in der Haroldstrasse in Düsseldorf statt. In dieser Sitzung, die von den bekannten Sammlern Bellenberg aus  Essen,  Dr. Heynen und A. Schillings aus Düsseldorf, Otto Walther aus Aachen und

Dr. Füngling aus Köln getragen wurde, beschloss die Versammlung, in Anlehnung an die frühere Vereinigung,  dem Verein den Namen „Rheinische Numismatische Gesellschaft" zu geben. Der Vereinigung gehörten Mitglieder aus Düsseldorf, Köln, Krefeld, Duisburg, Essen, Ratingen, Hilden und Mettmann an. Die regelmäßig einmal im Monat stattfindenden Sammler- und Tauschtreffen wurden  ab   8. November 1956  im internationalen Bildungswerk „Die Brücke" durchgeführt. Zum Vorsitzenden in Düsseldorf wurde Herr Jaeschke gewählt, der 1957 als Numis-matiker nach Amerika ging.  Am 20. Januar 1957 nimmt die Gesellschaft als Gründungsmitglied an der ersten Sitzung der neu gegründeten  Gesellschaft des Gesamtverbandes der „Rheinischen Münzfreunde" in Köln teil.  Zum 1.  Vor-sitzenden  wurde dessen Senior Dr. C. Füngling aus Köln gewählt. Nach dem Tod von Dr. Füngling, wurde am 31. März 1973 der Vorsitzende der Düsseldorfer Münzfreunde, Walter Trapp,  zum 1. Vorsitzenden der Rheinischen Münzfreunde gewählt, der mehr  als 30 Jahre dieses Amt inne hatte.   

Da sich in den angrenzenden Städten eigene Vereine gründeten, erhält die Düsseldorfer Gesellschaft  1957  den Namen  „Düsseldorfer Münzfreunde"

Als Nachfolger des nach Amerika ausgewanderten Herrn Jaeschke wurde Herr Walter Trapp 1957  zum Vorsitzenden gewählt,  der er bis heute ist.

Als der Raum im internationalen Bildungswerk „Brücke" zu eng wurde, verlegte man die regelmäßigen Sammlertreffen in die gastlichen Räume des Künstler-Vereins Malkasten. Hier fanden die Treffen im Künstlerkeller oder im Anbau des Jacobihauses statt. Da der Künstlerverein  für längere Zeit  die Gastronomie schloss,

wechselten wir mit unseren Treffen  in das Haus des Deutschen Ostens in der Bismarckstrasse. Als das Haus des Deutschen Ostens  sonntags, dem Tag des regelmäßigen Sammlertreffens schloss, musste der Verein mit seinen Treffen eine neue Bleibe suchen, die sie im Landesmuseum Volk und Wirtschaft im Ehrenhof fand. Auch hier konnten wir nur ein paar Jahre bleiben, weil das Museum modernisiert und umgebaut wurde. Vorübergehend führten wir die Treffen im Saal des Pfarrheims der Katholischen Kirchengemeinde St. Adolfus durch um danach, da auch hier der Saal und die Verwaltungsgebäude umgebaut und modernisiert wurden, in das Atrium des Weiterbildungszentrums der Volkshochschule Düsseldorf zu wechseln. Seit August 2009 finden die Sammler- und Tauschtreffen im Bürgerhaus der "Düsseldorf Arcaden" am Bilker Bahnhof (Eingang Bachstr. 145) an jedem 3. Samstag im Monat von 09:00 bis 12:00 Uhr statt"

Besondere Aktivitäten der Mitglieder des Vereins:

Nach der Ausgabe der ersten Sonderprägungen durch die Deutsche Bundesbank wurden zu Informationszwecken Interviews des Vorsitzenden  mit den Redakteuren des Morgenmagazins und der „Drehscheibe" des   Westdeutschen Rundfunks gesendet  Angeregt durch diese Interviews und das öffentliche Interesse am Sammeln von Sondermünzen brachte das Westdeutsche Fernsehen am  4. Mai 1965 eine längere Sendung über Sammler und das Münzensammeln von der Antike bis in die Neuzeit.  Gesprächspartner vor der Kamera waren Mitglieder der Düsseldorfer Münzfreunde. Die Sendung wurde in der Wohnung des Vorsitzenden aufgenommen.

Für den Herbst des Jahres 1973 wurde den Düsseldorfer Münzfreunden die Ausrichtung des 9. Rheinischen Sammlertreffens übertragen, eine Veranstaltung, an der alle 17 Vereine des Gesamtverbandes beteiligt waren. Das Treffen wurde zu einem großen Erfolg. Mehr als 2.000 Sammler und ca. 100 Münzenhändler nahmen an dem Sammlertreffen in der Messehalle am Rhein teil. Viel Raum war bei diesem Treffen auch dem rein numismatischen Teil gewidmet. Hierzu gehörte insbesondere der Vortrag von Prof.  Dr. P. R. Franke, Saarbrücken  über die „Entwicklung des Herrscherportraits auf antiken Münzen" und die Übung des Historischen Seminars, Abt. Alte Geschichte der Universität Düsseldorf unter Leitung von Prof. Dr. D. Kienast und Dr. O. von Vacano über die Anleitungen zur „Bestimmung und Interpretation römischer Münzen".  Zusätzlich waren in der Kuppelhalle der Messe aus den Beständen der Düsseldorfer Sammler  Münzen von Jülich, Kleve und Berg, sowie römische Kaisermünzen ausgestellt.

Im Mai und Juni des Jahres  1966 gestalteten die Mitglieder unseres Vereins zur Eröffnung des neuen Hauses der Stadt-Starkasse Düsseldorf an der Berliner Allee eine große Münzenausstellung unter dem Motto „Die Idee des Königs Krösus", die von der Bevölkerung und der Presse gut aufgenommen wurde.

 

Zu den Standardwerken der Sammler von Münzen des Mittelalters und der Neuzeit zählt die numismatische Arbeit des früheren 2. Vorsitzenden des Vereins, Otto Flämig, über „Monogramme auf Münzen, Marken und Zeichen" deren dritte überarbeitete und ergänzte Auflage im Dezember  2003 herausgekommen ist.  Ein Werk, das für die Bestimmung von Münzen unentbehrlich ist.

 

Der Düsseldorfer Verein hat zur  Zeit  50 Mitglieder.  Gäste, sind bei unseren monatlichen Treffen willkommen. Die Beratung und kostenlose Münzbestimmung

für Sammler und Bürger gehört zu den Aufgaben des Vereins.